FAQ – Häufig gestellte Fragen
Warum kann ich mich trotz Ruhe nicht entspannen?
Wenn dein Nervensystem in einem Schutzmodus ist, fühlt sich Entspannung oft nicht sicher an. Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft, auch wenn du eigentlich zur Ruhe kommen möchtest. Das ist keine Schwäche, sondern eine automatische, erlernte Stressreaktion.
Ist innere Unruhe ein Zeichen von Stress?
Ja, häufig schon. Innere Getriebenheit, Gedankenrasen oder körperliche Unruhe entstehen oft, wenn das Nervensystem dauerhaft aktiviert ist. Oft hat das Nervensystem gelernt, dass es nur dann sicher ist, wenn wir in Bewegung bleiben. Sobald es still wird, kann sich das unangenehm und unsicher anfühlen.
Kann man Entspannung lernen?
Entspannung ist normalerweise eine flexible Bewegung, die nach Anspannung kommt. Ein Nervensystem, dasd diese Bewegung nicht mehr kennt, braucht Zeit, Rhythmus, Sicherheit und Wiederholung, Entspannung ist oft keine Entscheidung. Sie entsteht, wenn dein Körper wieder mehr Sicherheit wahrnimmt. Mit Nervensystem- informierten Übungen, Verständnis für deine Anspannung und sanfter Regulation kann dein System Schritt für Schritt lernen, Ruhe zuzulassen.
Hat das etwas mit Trauma zu tun?
Manche Menschen haben früh gelernt, dass Ruhe unsicher ist, zum Beispiel in chaotischen, unsicheren Umfeldern. Auch anhaltender Druck oder wenig emotionale Sicherheit können das Nervensystem prägen. Die Grenze zwischen Prägung und Trauma kann hier fliessend sein. In Nervensystem-orientiertem Coaching geht es darum, jetzt im Alltag mehr Ruhe zu finden und das als sichere Erfahrung zu kultivieren.
Ist Nervensystem-informiertes Coaching eine Therapie?
Nein. Coaching unterstützt aktuelle Ziele, Selbstwahrnehmung, Regulation und persönliche Entwicklung. Es ersetzt keine Psychotherapie oder medizinische Behandlung und stellt keine Diagnosen.
Wann ist therapeutische Unterstützung sinnvoll?
Wenn du unter starken Ängsten, Depressionen, Panikattacken oder akuten Krisen leidest, ist psychotherapeutische Begleitung wichtig. Coaching kann ergänzend unterstützen, ersetzt sie aber nicht. Viele meiner Klient:innen haben viel Therapie-Erfahrung oder werden von mir begleitend zu einer Therapie unterstützt.