Ohnmacht erschöpft uns
Manchmal versuchen wir alles, um etwas zu verändern, einen Menschen zu erreichen oder endlich etwas zu schaffen. Wir geben über längere Zeit alles, begegnen aber immer wieder dem Gefühl, wie vor einer Wand zu stehen und ohnmächtig zu sein.
Es gibt kaum etwas, was uns so sehr erschöpft wie das Gefühl, keine Wahl zu haben oder anhaltend hilflos zu sein. Ohnmacht entsteht oft schleichend:
- Wenn wir immer wieder funktionieren.
- Wenn wir Bedürfnisse zurückstellen.
- Wenn wir Dinge aushalten, die sich innerlich falsch anfühlen.
- Wenn wir uns von Jemandem nicht gehört und gesehen fühlen
- Wenn wir versuchen ein Ziel zu erreichen, das nicht näher kommt
Unser Körper und unser Nervensystem reagieren darauf.
Ohnmacht und Hilflosigkeit aus Nervensystem-Sicht
In Nervensystem-informierten Modellen werden Ohnmacht und Hilflosigkeit als Zustand verstanden, in dem das System keine wirksame Handlungsmöglichkeit mehr wahrnimmt. Weder kämpfen noch ausweichen fühlt sich möglich an. Der Organismus spart Energie, zieht sich innerlich zurück und versucht, durchzuhalten.
Das zeigt sich häufig als:
- Erschöpfung
- Antriebslosigkeit
- innere Leere
- Resignation
- das Gefühl, festzustecken
Sich zurückzuziehen ist eine starke Schutzreaktion, auf die unser vegetatives Nervensystem zurückgreifen kann.
Wahlmöglichkeiten bedeuten mehr Sicherheit
Gleichzeitig braucht unser Nervensystem das Gefühl von Einfluss und Wahlmöglichkeiten, um sich sicher zu fühlen.
Schon kleine Entscheidungen können viel verändern:
- Grenzen setzen
- Pausen zulassen
- Bedürfnisse ernst nehmen
- Unterstützung suchen
- bewusst Nein sagen
Diese Momente von Selbstwirksamkeit geben uns mit der Zeit Energie zurück.
In einer Nervensystem-informierten Coaching-Arbeit steht das Erschliessen von neuen, sicheren Möglichkeiten immer an vorderster Stelle.