Der Versuch, alles richtig zu machen als Strategie für Sicherheit
Zu versuchen, alles richtig zu machen zeigt sich oft als Strategie, die irgendwann im Leben erlernt wurde, um sich unbewusst sicherer zu fühlen. Dahinter stehen häufig Erfahrungen, dass Fehler machen negative Konsequenzen hatte. Zum Beispiel Bestrafung, Liebesentzug, Kritik oder Beschämung.
Oft überlagern sich viele Erfahrungen und Faktoren, die dazu führen, dass ein Mensch innerlich lernt: Wenn ich alles richtig mache, bin ich sicher. Im Umkehrschluss bedeuten Fehler dann eine mögliche Gefahr, die Menschen mit grosser Anstrengung zu vermeiden versuchen.
Wie die Angst vor Fehlern zu Stress und Blockaden führen kann
Im Coaching betrachten wir den Versuch, alles richtig zu machen und Fehler zu vermeiden als eine unbewusste Strategie, die einmal sinnvoll war. Diese Strategie funktioniert häufig lange sehr gut. Menschen mit dieser Prägung sind oft fleissig, pflichtbewusst und engagiert. Sie bemühen sich, gute Freund:innen, Partner:innen oder Eltern zu sein. Gleichzeitig entsteht häufig eine konstante innere Anspannung.
Manche Menschen entwickeln mit der Zeit eine so grosse Angst davor, einen Fehler zu machen, dass sie blockiert sind und nicht mehr wissen, was sie tun oder sagen sollen.